Um auf „neue Herausforderungen und Gefahren“ zu reagieren und die „regionale Sicherheit“ zu garantieren, führen Russland und China ab dem 11. September gemeinsame Terrorabwehrübungen durch.

Diese Trainings finden im Rahmen der „Shanghai Cooperation Organization“ (SCO),der ehemaligen „Shanghai Five“ statt. Die Organisation umfasst derzeit 27 Mitglieder und assoziierte, bzw. interessierte Partner. Auch das NATO-Mitglied Türkei ist Dialogpartner der Sicherheitsinitiative.

Auffällig ist der unmittelbare zeitliche Zusammenhang zu den Ereignissen in Afghanistan. Nicht zufällig dürfte ebenfalls das Datum, 9/11 für den Beginn der Übungen gewählt worden sein. Das chinesische Verteidigungsministerium betont in einer Stellungnahme mehrfach, dass das SCO-Training darauf ausgerichtet ist, die regionale Stabilität zu garantieren – ein klarer Hinweis auf Afghanistan, welches in Kämpfen zwischen Taliban und IS erneut aufgerieben zu werden droht.

Die Chinesen beteiligen sich an den 14-tägigen Übungen mit mehr als 550 Soldaten und 130 Fahrzeugen. Ob die übende Truppe den Kern neuer Einsatzkräfte darstellen wird, die in das entstehende Machtvakuum auf Grund der abrückenden westlichen Kräfte nachstoßen werden, bleibt abzuwarten.