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Ukraine – Wie aus einem Krieg ein „Frieden“ wird

Hollande, Poroschenko, Merkel – Sie alle appellieren an Russland, das Minsker Abkommen zu akzeptieren und einzuhalten. Dabei sieht die Realität anders aus. Noch immer herrscht Krieg in der Ostukraine. „Minsk II“ ist offensichtlich gescheitert, die OSZE kommt selbst mit der Beobachtung des Status-quo nur mühsam voran. Ein Abkommen, dass von einem der Unterzeichner mit Füßen getreten wird, ist das Papier nicht wert auf dem es geschrieben steht. Dennoch ist der Ukraine-Konflikt in Deutschland scheinbar weit entfernt und wird von vielen schon als beendet angesehen. Die westliche Öffentlichkeit hat sich mit der Situation vor Ort abgefunden. Man wendet sich statt dessen der derzeit heiß diskutierten Flüchtlingsdebatte zu. Der Verlauf eines Krieges passt nicht in das Medienschema westlicher Öffentlichkeiten. „Heiße“ Phasen wechseln ab mit solchen der Stagnation. Diese können Monate, sogar Jahre andauern. Wenn sich wenig bewegt an einer Front heißt das jedoch noch lange nicht, dass ein Krieg beendet ist. Zu oft wird eine nachrichtenarme Zeit mit „Frieden“ verwechselt. Der Krieg in der Ukraine ist immer noch akut, der halbherzige Appell von Berlin manifestiert den Zustand eher als dass er ihn zu lösen hilft. Dabei hat die Situation in der Ukraine sogar etwas mit der aktuellen Flüchtlingsdebatte zu tun. Mit steigender Tendenz fliehen junge Ukrainer vor dem Krieg nach Deutschland. Deren Asylanträge sind „nachrangig“ zu behandeln – so wie der Ukraine-Konflikt offensichtlich in Gänze.

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