Simbabwe: Chiwengas Werk & Chinas Beitrag

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Niemand ist traurig, dass der uralte Diktator Robert Mugabe und seine Familienclique abgelöst wird. Doch was sind die Hintergründe für den Putsch?

Der dienstälteste Diktator der Welt wird zum Rücktritt gezwungen. Das Militär, unter der Führung von General Chiwenga hat einen unblutigen „Putsch der Hoffnung“ vollzogen. Grant Newsham von der „Asia Times“ fragt, welche Zusammenhänge hierbei mit China bestehen. Klar ist jedenfalls, dass General Chiwenga erst wenige Tage vor dem Putsch dem Investionspartner China seinen Besuch abgestattet hat. Newsham’s Überlegungen zu diesen Zusammenhängen werden auch von anderen Experten diskutiert, unter anderem dem britischen „Chatham House“. Klar ist: China hat in den vergangenen Jahrzehnten viel investiert in dem Land und stört sich an dem in den letzten Jahren von Mugabe eingeführten Gesetz, nach dem in Simbabwe tätige Unternehmen mehrheitlich von Einheimischen geführt sein müssen. Ist die Ablösung Mugabes also nicht nur allein ein Akt der Menschlichkeit sondern auch eine Ausprägung des chinesischen Kolonialismus in Afrika?

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