Sicherheitsprofil der Woche

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Die Nachrichten der letzten Tage zeigen deutlich: Sehr schnell spielt „Sicherheit“ eine Rolle, bei Themen, wo man sie eigentlich gar nicht originär vermuten würde.

Beispiel Fußball:

Eine Fußball-Europameisterschaft, die sich nicht nur dem Terrorismus stellen muss, sondern bei der das alte Thema der Hooligans erneut und unerbittlich zuschlägt. Ein Zeichen, dass alte Sicherheitsprobleme noch lange nicht gelöst sind aber die Gefahr des Terrorismus inzwischen unser gesamtes öffentliches Leben erreicht hat.

Beispiel Politik:

Das Ergebnis einer Bundestagsabstimmung = Polizeischutz für Abgeordnete. Dass Politiker bedroht werden, ist an sich nichts Neues. Neu ist allerdings, dass dieses Bedrohungspotential durch einen Premierminister wissentlich und damit absichtlich auf Grund seiner Einlassungen zum Thema erhöht worden ist.

Beispiel Cocktails:

Discos, Bars und Restaurants – Wer will es jemandem übel nehmen, wenn er vor dem nächsten Besuch auch die Gefahr eines Anschlags überdenkt. Paris und Orlando – immer wieder sind diese öffentlichen Einrichtungen auf Grund der Anzahl der Menschen und der unübersichtlichen Bedingungen „ideal“ für Terroristen. Und das Phänomen der „einsamen Wölfe“ trägt Angst und Terror in jede Stadt und Region. Neueste Nachricht: Der Verfassungsschutz in Hamburg zählt allein in der Hansestadt 1185 Islamisten. Hinzu kommen 330 Rechts- und 1090 Linksextremisten. Ein gefährlicher Cocktail.

Seelenruhig gehackt

Es ist ein interessantes Phänomen in der Psychologie, dass sich insbesondere Massenmörder und Terroristen ihrer Sache ganz sicher sind und im wahrsten Sinne des Wortes „seelenruhig“ zu Werke gehen. Das macht auch ein russischer Hacker, der sich das Pseudonym „Peace_of_mind“ gegeben hat. Er hat unlängst gehackte Logindaten von über 800 Millionen Usern im Darknet verkauft und ordentlich Kasse gemacht. 800 Millionen kleine Attentate auf die persönliche Freiheit und (Daten-)Sicherheit von Menschen.

Zum Schluss die Chronistenpflicht, die Zahlen: Aktuell sind 3505 Soldaten der Bundeswehr weltweit im Einsatz. Die Zahl der weltweit durch Anschläge getöteten Menschen für 2016 liegt derzeit bei 1032 (Stand: 13. Juni 2016). Hier sind nicht berücksichtigt die Zahl der Toten bei kriegerischen Auseinandersetzungen im Kampf gegen den Terror, wie in Syrien.

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