Sicherheitsprofil der Woche

• IN

Bombenterror

Die Brüsseler Attentate haben die Welt in Atem gehalten – mal wieder. Die Zusammenhänge zwischen Paris und Brüssel sind offensichtlich. Wo es Zusammenhänge gibt, da gibt es auch Verbindungen. Diese aufzudecken ist Sache der Dienste. Die belgischen Ermittler sind offensichtlich überfordert. Das US-amerikanische FBI soll nun unterstützen. Ist es eigentlich unterlassene Hilfeleistung, wenn offensichtliche und bekannte Missstände erst nach einem Verbrechen angegangen werden?

Bundeswehr wird angegriffen … und will zurückschlagen

Alleine im Jahr 2015 hat die Bundeswehr 71 Millionen Angriffe auf ihre IT-Strukturen verzeichnet. Die NATO arbeitet an einem Konzept, das die rechtlichen Bedingungen für Gegenangriffe, die sogenannten „Responsive Cyber Defence Operations“ geben soll. Wohlgemerkt: Es findet im Cyberraum schon längst ein unerklärter Krieg statt und die NATO, beziehungsweise die Bundeswehr wollen nun endlich zurück schlagen. Diese zwangsläufige Entwicklung bedeutet eine Eskalation in einem Bereich, der noch viel zu wenig im Fokus der Öffentlichkeit liegt. Denn: Während der einzelne Bürger von Konflikten wie denen in Syrien scheinbar weit entfernt ist, ist jeder User mit seinem Computer (Stichwort: Botnetze) mittendrin, statt nur dabei …

Verbindung zwischen OK und Terror

Mitten im Berliner Berufsverkehr ging die Bombe hoch und zerfetzte die Beine eines polizeibekannten Kriminellen. Ein öffentliches Zeichen in einem Bandenkrieg, der nun in einer neuen Dimension anzusiedeln ist. Öffentliche Gewaltinszenierungen, um Angst und Schrecken zu verbreiten – das gleiche Muster wie bei den Anschlägen von Brüssel. Ebenfalls gleich: die abgeschotteten Welten mit eigenen und obskuren Werten und Maßstäben. André Schulz, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter bezeichnet es als „schwer“ mit den geringen personellen Mitteln in solche Mafia-ähnlichen Strukturen einzudringen. Mann könnte auch sagen: „unmöglich“

17.300 Straftaten in Deutschland – täglich

Thomas de Mazière wird es im Mai offiziell verkünden: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent gestiegen. Die Gesamtzahl der Straftaten wuchs um 4,1 Prozent. Das sind 6,33 Millionen Verbrechen in Deutschland. Pro Tag geschehen in Deutschland 17.300 Verbrechen.

Die Bundeswehr im Einsatz

Aktuell sind 3208 Soldaten der Bundeswehr in 16 Auslandseinsätzen weltweit unterwegs. Im Zentrum des Interesses steht der EUNAVFOR-Einsatz. Der Verband besteht derzeit aus fünf Schiffen, gestellt durch Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien. Hinzu kommen drei Hubschrauber und drei Seefernaufklärer. Im Berichtszeitraum wurde der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ mit taktischem Auftrag in den zugewiesenen Seegebieten vor der libyschen Küste eingesetzt. Die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ befand sich bis zum 10.03.16 aufgrund notwendiger Instandsetzungsmaßnahmen im Hafen von Augusta, Italien. Vom 10.03.16 bis zum 13.03.16 wurde sie mit taktischem Auftrag in den zugewiesenen Seegebieten vor der libyschen Küste eingesetzt. Vom 14.03.16 bis zum 16.03.16 absolvierte die Korvette einen Hafenaufenthalt zur Nachversorgung in Valletta, Malta, um anschließend wieder mit taktischem Auftrag in den zugewiesenen Seegebieten vor der libyschen Küste eingesetzt zu werden. Am 15.03.16 wurden durch den Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ 15 Menschen aus der Seenot gerettet.

Der Aufwuchs des deutschen Kontingentes im Rahmen der MINUSMA-Mission verläuft planmäßig. Die deutschen Objektschutzkräfte befinden sich im Einsatzland.

Zum Schluss

Der belgische Terrorist Abdeslam flog deshalb auf, weil eine ungewöhnlich große Pizzabestellung an eine Adresse geliefert wurde, unter der eigentlich nur eine alleinstehende Frau gemeldet war. Erkenntnisse, ob in der Zukunft alle Pizzabestellungen erst von Sicherheitsbehörden geprüft werden, liegen nicht vor.

KOMMENTAR HINTERLASSEN