Guter Ansatz, leider nur halbherzig

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Die Nato wird gegen Schleuserbanden eingesetzt. So verkürzt könnte man den neuesten Bündniseinsatz verstehen. Fakt ist: Unter dem Kommando des deutschen Führungsschiffs „Bonn“ ist der Marineverband in mehrfacher Hinsicht eine Neuheit. Zunächst einmal ist die einvernehmliche Koordination zwischen der Türkei und Griechenland zu loben. Ebenfalls lobenswert und ganz im Sinne des vernetzten Ansatzes ist die Zusammenarbeit zwischen den Küstenwachen der Länder und dem Nato-Verband.

Und hier liegt gleichzeitig ein großes Problem. Die Nato hat eine rein beobachtende Funktion. Sie darf nur Informationen über Schleuserbanden und Schiffsbewegungen sammeln. Ein Aufbringen der Schiffe ist nicht mandatiert. Schleuserbanden sind damit also im schlechtesten Falle vorab gewarnt und drehen bei, bevor ein Kontakt mit der Küstenwache überhaupt stattfinden kann. Aber immerhin – ein Schritt in die richtige Richtung.

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