„Die Ökonomisierung der Sicherheitspolitik“

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So titelt das „Neue Deutschland“ einen Bericht über den Workshop „Bundeswehr und Wirtschaft“ im Rahmen der Erstellung des Weißbuches 2016. „Zeitgemäß“ wird der Artikel bebildert mit dem alten Kanonenboot „Panther“, mit dem einst Kaiser Wilhelm II, 1911 Frankreich drohte. Es ist genau diese Ideologisierung der sicherheitspolitischen Debatte, aus der wir uns befreien müssen. Ist es nur das linke „Neue Deutschland“, das mit alten Ressentiments arbeitet? Nein, sogar der vom Autor René Heilig zitierte ehemalige Bundespräsident Horst Köhler ist darüber gestolpert, in Deutschland eine unaufgeregte Debatte über die Abhängigkeit der Exportnation Deutschland von größtmöglichem Frieden in der Welt und sicheren Handelswegen zu initiieren. Natürlich hatte, hat und wird Sicherheitspolitik immer einen Bezug zur Wirtschaft haben. Das ist nichts Besonderes, das ist normal und liegt in der Natur der Sache. Darüber unaufgeregt reden zu können, sollte in Deutschland ebenso natürlich sein, wie das in anderen Ländern ebenso der Fall ist. Schon den Austausch an sich zu kritisieren hat mit Demokratie und offener Gesellschaft nichts zu tun. Daher ist der vermehrte Austausch zwischen Bundeswehr und Wirtschaft eindeutig zu forcieren. Alles andere wäre eine Ausblendung von Realitäten und würde den Frieden in der Welt mehr gefährden, als dass es ihm nutzt. Was braucht die Wirtschaft, um zu prosperieren? Kunden und engagierte Mitarbeiter. Die findet man gemeinhin in freien und prosperierenden Gesellschaften eher als in Kriegen und unterdrückten Gesellschaften. Ergo: Deutschlands wirtschaftspolitische Interessen sind mit den sicherheitspolitischen in Einklang zu bringen. Dafür braucht man Kommunikation untereinander.

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