Cyber: USA & China schließen Frieden, Bundeswehr rüstet auf

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Wie die New York Times berichtet (Link am Ende des Beitrags), haben sich die USA und China darauf verständigt, keine Cyberattacken auf die kritischen Infrastruktureinrichtungen der jeweils anderen Partei zu verüben.

Es handelt sich damit um den ersten bekannten „Nichtangriffs“-Pakt im Cyber-Bereich. Wie so vieles in diesem Bereich sind die Verhältnisse mit denen klassischer Bedrohungen nicht zu vergleichen. So ist zwar mit der Vereinbarung der direkte Erstangriff auf zum Beispiel das Banksystem eines Landes ausgeschlossen. Nicht jedoch sind Angriffe und Abhöraktionen im Bezug auf Einzelpersonen ausgeklammert, die innerhalb dieser Systeme oder bei relevanten Firmen arbeiten. Auch ist ausdrücklich von einem „Erstschlag“ die Rede, die Reaktion auf erfolgte Angriffe ist naturgemäß ausgeklammert.

Zeitgleich hat Verteidigungsministerin von der Leyen den Aufbau eines „Cyber- und Informationsraumkommandos“ der Bundeswehr mitgeteilt. Dies solle als Schnittstelle für andere Ressorts des Bundes, die Wirtschaft und die internationalen Verbündeten dienen. Es wird deutlich, dass Frau von der Leyen beim Querschnittsthema „Cyber“ die Federführung übernehmen wird. Den Aufbaustab soll Generalleutnant Markus Kneip zusammen mit dem Beauftragten für Strategische Steuerung und Rüstung, Grundbert Scherf, führen. Jeden Tag erfolgen bis zu 6500 Angriffe auf das Gesamtnetz des Bundes.

http://www.nytimes.com/2015/09/20/world/asia/us-and-china-seek-arms-deal-for-cyberspace.html?_r=0

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